Ausbildung

Aus Truppmann- und Truppführerausbildung wird die Modulare Truppausbildung

 

Zum Ausbildungsjahr 2015/2016 beginnt für die Feuerwehren im Landkreis München eine neue Ära in der Grundausbildung ihrer Feuerwehrmänner und –frauen.

 

Im Jahr 1986 begann man im Landkreis München mit einer zentralen Ausbildung der Feuerwehranwärter aus den verschiedenen Feuerwehren. Die Ausbildung gliederte sind in die Ausbildungsschritte Truppmann Teil 1, Truppmann Teil 2 und Truppführer, die nacheinander zu durchlaufen waren. Um die etwas in Jahre gekommenen Ausbildungsinhalte zu modernisieren und die Ausbildung auf die Bedürfnisse der einzelnen Feuerwehren besser anpassen zu können, entschied man sich zu einer Überarbeitung des Ausbildungskonzepts. Resultat der Überarbeitung ist die Modulare Truppausbildung, kurz MTA die seit dem Übungsjahr 2015/2016 im Landkreis München ausgebildet wird.

Der Start eines jeden Feuerwehanwärters im Landkreis München beginnt in den Lehrsälen des Katastrophenschutzzentrum München-Land in Haar. In 72 Theoriestunden wird den Anwärtern ein breites Theoriewissen vermittelt. Neben den Grundlagen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes müssen bei den Floriansjünger z.B. die Themenbereiche Erste Hilfe, Gerätekunde, Sprechfunk, Technische Hilfeleistung oder das Löschen von Bränden sitzen. Das erlernte Wissen wird am Ende des Theorieunterrichts in deiner Multiple Choice Prüfung abgefragt. Nach der Theorie folgen dann zahlreiche Praxisstunden an deren Ende die o.g. Themengebiete an Fallbeispielen praktisch geprüft werden. Zwischen dem Theorieunterricht und der praktischen Prüfung ist ein Sprechfunker Lehrgang zu absolvieren.

Nach der praktischen Prüfung ist der erste Teil der Grundausbildung das sog. Basismodul absolviert und die Kameradinnen und Kameraden dürfen bereits an Einätzen der Feuerwehr Taufkirchen teilnehmen.

In den kommenden, mindestens 2 Jahren folgt eine Vielzahl an Übungen sog. Modulen, die jeweils von den Ausbildern der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen vermittelt werden. Die einzelnen Übungsmodule sind aber so gelegt, dass ein Kamerad der eine Übung in seiner eigenen Feuerwehr verpasst, diese bei einer benachbarten Feuerwehr (z.B. Unterhaching oder Ottobrunn) zu einem anderen Zeitpunkt nachholen kann. Somit wird sichergestellt, dass die neuen Feuerwehrmänner und Frauen in jedem Themengebiet eine solide Ausbildung erhalten. Jede Feuerwehr kann zusätzlich zu den Ausbildungs- und Übungsmodule, die verpflichtend sind, individuelle sog. Ergänzungsmodule gemäß ihrem Bedarf zusätzlich ausbilden.

Nach 2-3 Jahren folgt dann die Abschlussprüfung bei der noch einmal 15 Aufgaben theoretisch bearbeiten werden müssen. Zusätzlich muss eine praktische Prüfung in einer Gruppe abgelegt werden. In der praktischen Prüfung ist entweder eine Prüfung zum Thema Technische Hilfeleistung oder Brandbekämpfung zu bearbeiten.

Nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung sind die Kameradinnen und Kameraden voll ausgebildete Truppführer und können ohne Einschränkungen am täglichen Einsatzdienst teilnehmen.